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Dokumentation

Dieselbe Maschine, zwei Zeichnungsstände

Zwei Zeichnungsstände folgen den Serienbereichen, und eine Nachrüstung im Feld muss in der Freigabe stehen.

Autor: 9 Min. Lesezeit

In der Halle stehen zwei Maschinen derselben Baureihe nebeneinander. Die Typenbezeichnung auf beiden Schildern ist gleich, die Farbe ist gleich, und wer nur durch die Gasse geht, hält sie für dasselbe Gerät. Der Monteur öffnet die vordere Klappe. Links sitzt der kurze Heizbalken, die Haube ist mit vier Schrauben gefasst. Rechts, gebaut einige Nummern später, ist der Balken länger, und die Haube hat eine andere Teilung. Im Anlagenverzeichnis des Kunden steht zweimal derselbe Typ. Die Mail aus dem Einkauf nennt diesen Typ und den Balken, der undicht ist. Auf dem Schreibtisch des Innendienstes liegen zwei Explosionszeichnungen. Beide sind richtig für irgendeine Maschine dieses Namens. Für die Maschine, die steht, ist nur eine richtig.

Der Typ ist die Familie

Die Typenbezeichnung ist der Name der Familie. Sie steht im Prospekt, im Auftrag und in der Signatur, wenn der Einkauf schreibt. Sie sagt, welches Konzept der Kunde gekauft hat. Sie sagt nicht, welches Blatt in diesem Gerät steckt. Zwischen der ersten und der letzten Maschine einer Familie liegen Änderungen, die im Namen nicht vorkommen. Ein anderer Balken, ein anderes Messer, eine Führung, die ab einer bestimmten Serie anders sitzt. Im Verkauf ist es korrekt, von derselben Maschine zu sprechen. Am Ersatzteiltisch ist derselbe Satz falsch, weil er zwei Stände zu einer Anfrage macht.

Wer den Typ schickt, schickt die Frage an beide Blätter. Der Innendienst muss nachfragen, welches Gerät es ist. Die Seriennummer auf dem Schild wäre die Antwort gewesen, bevor die Frage gestellt wurde. Sie ist länger und unbequemer. Sie ist trotzdem der Schlüssel, weil nur sie das einzelne Gerät meint. Der Typ meint die Reihe. Die Reihe enthält Stände, und die Stände enthalten verschiedene Teile unter ähnlichen Benennungen. Das Baujahr grenzt nur ein. Innerhalb eines Jahres laufen Änderungen, und zwei Geräte mit demselben Jahr können zwei Blätter brauchen.

Die Serie wählt das Blatt

Die Serie öffnet die Explosionszeichnung, die für dieses Gerät freigegeben ist. Nicht den Ordner aller Jahre, nicht das Nachbarblatt, nicht einen Mischstand aus beiden Revisionen. Gerät A sieht den Stand A. Gerät B sieht den Stand B. Beide tragen denselben Typ auf dem Schild. Nach außen heißen sie gleich. An der Stelle, die verschleißt, unterscheiden sie sich.

Die Zuordnung läuft über Bereiche. Von dieser Nummer bis zu jener gilt Blatt A, danach Blatt B. Das ist ein brauchbarer Anfang, weil die Fertigung oft so geändert hat: ab einer Nummer wurde anders gebaut. Es ist kein Automatismus, dem man die Freigabe überlassen darf. Ein Bereich beschreibt, was die Akte als Regel kennt. Die Freigabe beschreibt, was dieser Kunde an dieser Maschine sehen darf.

Nicht jede Änderung folgt der Nummer ohne Lücke. Es gibt Vorserien, die eine Geometrie schon haben, die in der laufenden Serie erst später kommt. Es gibt Tauschgeräte, deren Nummer aus einem anderen Block stammt und die trotzdem den neueren Stand tragen.

Ein reines "ab dieser Nummer gilt Blatt B" ist deshalb der Vorschlag, nicht der Schluss. Der Vorschlag spart Arbeit, solange das Feld der Akte entspricht. Sobald das Feld abweicht, wird der Vorschlag zur falschen Zeichnung, und die falsche Zeichnung ist schlimmer als eine fehlende. Eine fehlende Zeichnung erzeugt einen Anruf. Eine falsche erzeugt ein Paket.

Die Fußnote trägt den zweiten Stand nicht

Beide Stände auf ein Blatt zu legen und den Unterschied in eine Fußnote zu schreiben, spart eine Datei und kostet die Anfrage. Die Fußnote sagt, bis zu welcher Serie die kurze Ausführung gilt und ab welcher die lange. Der Kunde an der Maschine liest die Fußnote nicht. Er sieht zwei Ballons oder einen Ballon mit zwei Nummern und tippt, was dem Teil in seiner Hand ähnelt. Ähnlich ist an einem verschlissenen Balken kein sicheres Merkmal. Die Position, die er trifft, muss die Position seines Standes sein, sonst geht das andere Teil heraus.

Ein Blatt pro Stand, zugeordnet über die Serie, nimmt ihm diese Wahl ab. Er öffnet seine Maschine und sieht den Balken, der in ihr steckt. Die Markierung führt auf eine Teilenummer, nicht auf eine Alternative in Kleinschrift. Alternativen gehören ins Angebot, wenn Sie einen Nachfolger anbieten und das im Einzelfall sinnvoll ist. Sie gehören nicht unter das Bild, das der Kunde zum Benennen benutzt. Dieselbe Positionszahl kann auf Stand A und Stand B zwei Teile meinen, wenn die Nummern neu vergeben wurden. Ohne das Blatt, das die Serie wählt, ist die kurze Zahl das Nachbarteil.

Die Nachrüstung muss in der Freigabe stehen

Eine Nachrüstung im Feld ändert den Stand, ohne die Seriennummer zu ändern. Der Service hat den kurzen Balken gegen den langen getauscht, die Haube mit geändert, den Bericht in die Akte gelegt oder in ein Notizbuch. Auf dem Blatt, das an der Serie hängt, ist noch der alte Stand, der aus der Fertigung stammt. Die nächste Anfrage öffnet dieses Blatt. Der Kunde tippt die Position. Wenn das Blatt den alten Stand zeigt, bestellt er das alte Teil. Das alte Teil passt nicht mehr. Es kommt zurück, oder es wird eingebaut und die Station steht wieder.

Der Bericht in der Akte reicht nicht, wenn die Freigabe ihn nicht kennt. Der Innendienst, der die Anfrage am Freitag übernimmt, hat den Einsatz von vor zwei Jahren nicht im Kopf. Was bleibt, ist das Blatt. Der Fehler sitzt dann nicht beim Tippen. Er sitzt in der Zuordnung.

Schreiben Sie die Nachrüstung in die Freigabe. Für diese eine Serie gilt danach das Blatt des neuen Standes, nicht das Blatt des Baujahres. Die Nachbarserien bleiben, wo sie sind. Eine Nachrüstung ist keine stillschweigende Verschiebung der Grenze für alle Nummern danach. Sie ist eine Ausnahme an einem Gerät. Ausnahmen, die nur im Notizbuch des Technikers stehen, sind bei der nächsten Bestellung unsichtbar. Die Freigabe bleibt, auch wenn der Innendienst wechselt. Eine höhere Seriennummer ist oft später gebaut. Eine Nachrüstung macht eine niedrige Nummer innen neuer als eine hohe, die nie umgebaut wurde. Wer nur nach der Zahl sortiert, liegt bei genau diesen Geräten falsch.

Kommt später heraus, dass die Serie am falschen Blatt hängt, nehmen Sie die Freigabe zurück und geben den richtigen Stand neu frei. Ein stilles Überschreiben lässt die Anfrage vom Vormittag auf ein Blatt zeigen, das es am Nachmittag so nicht mehr gibt. Der Kunde soll den Stand sehen, den Sie verantworten, oder die Baugruppe vorübergehend nicht sehen. Zwei Wahrheiten am selben Tag machen die Zeile in der Mail unbrauchbar, weil niemand mehr weiß, welches Blatt die Teilenummer erzeugt hat.

Was in der Anfrage dann steht

Wenn die Serie das Blatt gewählt hat, trägt die Anfrage den Stand mit, ohne dass jemand ihn in einen Satz schreiben muss. In der Zeile stehen Serie, Baugruppe, Position, Teilenummer, Benennung und die Menge, die der Kunde setzt. Ist die Nummer abgelöst, steht der Hinweis auf den Nachfolger daneben. Das ist eine Auskunft, kein Fehler. Die alte Nummer bleibt auffindbar, weil der Kunde sie auf seinem Blatt gelesen hat und weil ein altes Etikett sie noch tragen kann. Die Menge kommt von ihm, nicht aus der Stückliste. Die Zeile geht als E-Mail oder als CSV an den Innendienst. Sie bucht nicht, sie setzt keinen Preis, sie schreibt nicht ins ERP.

Der Typ bleibt auf dem Schild und im Verkauf. Er erklärt die Familie. Welches Blatt in der einzelnen Maschine steckt, erklärt die Serie. Welche Ausnahme das Feld gesetzt hat, erklärt nur die Freigabe, in der diese Ausnahme steht. Fehlt die Ausnahme dort, liefert die nächste Bestellung den Stand der Fertigung, und der Stand der Fertigung ist bei einer nachgerüsteten Maschine der falsche.

Von Clemens Jonathan Schmid