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Dokumentation

Eine Position, die sich antippen lässt

Der Tipp auf den Ballon benennt die Position auf dem Blatt dieser Serie, und die Menge setzt der Mensch selbst.

Autor: 7 Min. Lesezeit

Der Monteur steht seitlich an der Maschine. Das Telefon liegt in der rechten Hand, die linke stützt sich an der Verkleidung, weg von der Folie. Auf dem Display ist die Explosionszeichnung der Baugruppe, die er gerade offen hat. Er sucht den Heizbalken. Drei Kreise sitzen eng, die Zahlen darin sind 11, 12 und 14. Der Daumen deckt alle drei ab. Er zieht die Ansicht größer, bis ein Kreis die Breite des Daumens hat, tippt die 12, und in der Liste springt die Zeile mit Benennung und Teilenummer. Er setzt die Menge auf eins und schickt die Anfrage. Die Linie läuft schon wieder an. Bestellt hat er nichts. Er hat gezeigt, welche Position gemeint ist.

Für den Innendienst ist das der Unterschied zwischen einer Zahl und einer Beschreibung. Die Zahl kommt aus dem Ballon auf dem Blatt dieser Seriennummer. Der Tipp ist die Interaktion. Er soll die richtige Zahl treffen, und der Mensch soll die Zeile vor dem Absenden noch einmal lesen.

Der Ballon ist das Ziel

Auf einer Explosionszeichnung ist die Positionsnummer ein Kreis mit einer Ziffer. Eine Linie verbindet den Kreis mit dem Bauteil. In der Konstruktion heißt der Kreis Ballon. Im Gespräch mit dem Kunden heißt er die Nummer oder die Position. Diese Nummer muss sich antippen lassen. Schraffur, Mittellinie und die Bemerkung am Rand sind Orientierung. Sie sind nicht das Ziel.

Wer die ganze Teilfläche als Ziel freigibt, erzeugt Zweideutigkeit. Ein Gehäuse berührt drei Nachbarteile. Ein Finger auf der Fläche kann die 8 oder die 9 gemeint haben. Der Ballon trägt genau eine Zahl, und diese Zahl steht in der Stückliste in der Spalte Position. Der Tipp gehört auf den Ballon. Die Fläche des Teils darf ihn nicht still auf die Nachbarposition umlegen.

Die Linie vom Ballon zum Teil muss lesbar bleiben. Sie sagt, welche Geometrie zu der Zahl gehört. Ist sie zu fein oder endet sie in einem Knoten, ordnet der Mensch die Zahl nicht mehr dem Teil zu. Lesbar heißt: die Linie kommt am Teil an, und man sieht das auf Armlänge. Eine 8 und eine 6, die auf dem Glas zur selben Form werden, sind keine Position mehr.

Ohne Anmeldung auf das Blatt zeigen

Der Monteur an der Linie hat selten ein Konto bei Ihnen. Er legt sich keines an, während die Schicht wartet. Ein Konto ist sinnvoll, wenn jemand wiederholt bestellt, Adressen pflegt und alte Vorgänge sucht. Für den ersten Griff, das Zeigen auf eine Position, ist die Anmeldung eine Hürde. Sie sortiert die Leute aus, die vor der Maschine stehen und in wenigen Minuten eine Zahl schicken wollen.

Die Seriennummer vom Typenschild öffnet die Zeichnung des verbauten Stands. Wer die Serie nicht hat, öffnet nicht das Blatt dieses Geräts. Ein Kennwort prüft nur, ob jemand noch weiß, was der Einkauf vor Jahren vergeben hat. Diese Erinnerung liegt im Büro. Die Position liegt an der Maschine.

Ohne Anmeldung heißt nicht ohne Absender. Name, Firma und Adresse für das Angebot setzt der Mensch beim Absenden. Das ist der Kopf der Nachricht, kein Konto. Der Tipp auf die Position hängt nicht daran, ob später ein Konto dazukommt.

Der Daumen braucht Fläche

Auf dem Telefon ist der Zeiger ein Daumen. Er ist breiter als ein Mauszeiger und verdeckt, was er trifft. Liegen zwei Ballons näher beieinander als diese Breite, trifft der Mensch den falschen, ohne es im Moment des Tippens zu sehen. Er sieht es, wenn die Zeile in der Liste wechselt. Dann korrigiert er, oder er schickt die Nachbarposition. Beides lässt sich vermeiden, wenn die Trefferfläche groß genug ist und die Ballons Abstand haben.

Ein Blatt, das nur als ganze Seite auf den Schirm gepresst wird, macht aus jeder Nummer einen Punkt. Für einen Daumen in der Halle, mit Spiegelung auf dem Glas und oft noch einem Handschuh, ist der Punkt nicht treffbar. Die Zeichnung muss sich vergrößern lassen, bis ein Kreis die Breite des Daumens hat. Die Nummer im Kreis bleibt lesbar. Vergrößern darf die Positionsnummer nicht verändern.

Die Markierung ordnet den Treffer einer einzigen Zahl zu, auch wenn der Tipp etwas daneben sitzt, solange er näher an diesem Ballon ist als am nächsten. Tippt er die Zeile in der Liste an, muss der Ballon auf der Zeichnung hervortreten. Zeichnung und Liste sind zwei Ansichten derselben Position. Fehlt eine Richtung, fehlt die Kontrolle gegen das Teil in der Hand.

Die Nummer landet in der Anfrage

Der Tipp schreibt die Positionsnummer in die Anfrage. Mit ihr kommen die Angaben, die an dieser Position hängen, weil Sie die Baugruppe freigegeben haben: die Baugruppe, die Teilenummer und die Benennung. Die Seriennummer steht schon fest, weil sie das Blatt geöffnet hat. Die Menge steht noch nicht fest. Die Stückliste weiß, wie oft das Teil verbaut ist. Sie weiß nicht, wie oft der Kunde es jetzt haben will.

Deshalb setzt der Mensch die Menge selbst. Eins, weil ein Riemen gerissen ist. Zwei, weil der zweite beim nächsten Halt mitgetauscht werden soll. Die verbaute Menge darf daneben stehen, als Hinweis. Sie darf nicht der stille Wert sein, der mitgeht, wenn niemand das Feld angefasst hat.

Die Anfrage geht als E-Mail oder als CSV hinaus. Darin stehen Serie, Baugruppe, Position, Teilenummer, Benennung und die gesetzte Menge. Ein Preis steht nicht darin. Eine Buchung steht nicht darin. Der Innendienst macht aus der Zeile das Angebot. Der Preis steht auf diesem Angebot. Auf dem Blatt bleiben die Preise auf Anfrage. Hat der Daumen die Nachbarposition getroffen, sieht der Monteur die Benennung, bevor er absendet. Ohne diese Zeile schickt er eine nackte Zahl.

Der Tipp bestellt nichts

Ein Knopf, der nach dem Tipp "Bestellen" sagt, verspricht einen Vorgang, den Partmira nicht ausführt. Es gibt keine Zahlung. Es gibt keinen Schreibvorgang in Ihr ERP. Es gibt keine Reservierung im Lager. Die Anfrage verlässt das Portal als E-Mail oder als Datei. Ein Mensch bei Ihnen liest sie und entscheidet, ob daraus ein Angebot wird, ein Rückruf oder eine Rückfrage, weil die Serie in Ihrer Akte anders aussieht.

Für den Monteur reicht das in dieser Minute. Er will das Teil benannt haben. Ob danach ein Angebot mit Zahlungsziel kommt, sieht er nicht auf dem Glas. Eine Kasse wäre ein anderes Vorhaben. Der Tipp sammelt die Position und löst keine Lieferung aus. Der Tipp zeigt eine Zeile, und die Zeile zeigt einen Ballon. Ohne diese Bindung ist der Finger wieder nur ein Finger auf einem Bild.

Was Sie vor dem ersten Tipp festlegen

Die antippbare Position entsteht nicht, weil ein PDF auf einem Server liegt. Jemand setzt die Markierung auf den Ballon, prüft, ob die Zahl in der Stückliste eine Zeile hat, und gibt die Baugruppe frei. Vor dieser Freigabe sieht der Kunde das Blatt nicht. Eine Markierung auf einer Zahl ohne Zeile wäre ein Tipp ins Leere. Eine Liste ohne Markierung wäre wieder eine Tabelle, und der Monteur müsste die Zahl abtippen.

Eine Position, die Sie nicht zuordnen können, bekommt keine erfundene Teilenummer, nur damit sich jeder Kreis treffen lässt. Ein Ballon, den man nicht antippen kann, ist ehrlicher als ein Ballon, der ein geratenes Teil in die Anfrage schreibt.

In der Demo liegt so ein Blatt bei der fiktiven Muster Maschinenbau GmbH, an der Schlauchbeutelmaschine VFS 400. Die Firma gibt es nicht. Wenn Sie denselben Griff an Ihrer Stückliste prüfen wollen, nehmen Sie eine Baugruppe, nach der am Telefon wirklich gefragt wird.

Von Clemens Jonathan Schmid