Betrieb
Der Monteur steht an der Maschine, nicht am Schreibtisch
Die Seriennummer am Typenschild öffnet die Zeichnung in dem kurzen Halt, und das Angebot schreibt danach der Innendienst.
Die Linie steht, weil der Riemen durch ist. Der Monteur hat die Verkleidung abgenommen. Der Riemen liegt auf dem Blech, die Hände sind nicht sauber, und das Typenschild sitzt unter einem Film aus Fett und Produktrest. Er wischt mit dem Handrücken, hält das Telefon schräg, weil die Hallenleuchte im Schild spiegelt, und liest die Serie zweimal. Eine Ziffer bleibt unsicher. Er liest sie ein drittes Mal, tippt sie ein, und die Zeichnung der Baugruppe geht auf. Den Riemen sucht er auf diesem Blatt. Den Ordner im Einkauf, drei Hallen weiter, sucht er nicht. Dafür ist das Fenster zu kurz.
Dort entsteht die Anfrage, wenn sie vollständig werden soll. Am Schreibtisch des Einkaufs und in Ihrem Postfach kommt sie nur an. Liegt die Zeichnung nicht auf dem Telefon, wird aus dem Teil ein Satz. Die Position bleibt an der Maschine.
Das Schild unter Fett und Licht
Typenschilder an laufenden Maschinen sehen selten so aus wie auf dem Foto im Katalog. Fett, Staub, ein Prüfaufkleber, eine Kante, die beim Reinigen mitgenommen wurde. Die Serie ist trotzdem die beste Angabe, die das Gerät über sich selbst trägt. Sie muss sich ablesen lassen, auch wenn das Licht dagegen steht. Der Monteur tippt sie vom Schild oder von einem Foto, wenn die Haltung vor der Maschine zu eng ist. Beides scheitert an derselben Stelle: einer Ziffer, die er sich ergänzt, weil sie in der Reflexion verschwindet.
Die unsichere Ziffer wird noch einmal gelesen, nicht durch die wahrscheinlichste Nummer ersetzt. Die wahrscheinlichste ist oft die des Nachbargeräts, denn die Schilder hängen nebeneinander. Viele ziehen eine Hand aus dem Handschuh, weil das Glas sonst nicht reagiert. Typ und Baujahr ersetzen die Serie nicht. Zwei Maschinen aus einem Jahr können zwei Blätter haben. Das Foto des Schilds ist ein Beleg. Die Zeichnung, die sich mit der abgetippten Serie öffnet, gehört an denselben Ort.
Die Zeichnung gehört an die Maschine
Die Explosionszeichnung dieser Serie muss auf dem Telefon aufgehen, das er ohnehin in der Hand hat. Nicht auf dem Rechner im Meisterbüro und nicht in einer Datei, deren Pfad nur der Einkauf kennt. Öffnet die Serie ein anderes Blatt als das Gerät daneben, muss das sichtbar sein. Öffnet sie nichts, weil die Baugruppe noch nicht freigegeben ist, muss auch das sichtbar sein. Eine alte Gesamtzeichnung, die so tut, als sei alles da, ist schlechter als eine fehlende Baugruppe.
Auf dem Blatt tippt er die Position an. Der Ballon muss mit dem Daumen treffbar sein, die Zahl lesbar, die Linie zum Teil erkennbar, auch mit nur einer freien Hand. Die Zeile zeigt Benennung und Teilenummer. Er vergleicht sie mit dem Teil in der Hand. Passt sie nicht, tippt er die Nachbarposition. Eine Stunde später hat er nur noch die Erinnerung, und die benennt den Nachbarn.
Die Menge setzt er selbst. Die Stückliste sagt, wie oft der Riemen verbaut ist. Er braucht einen, oder den zweiten gleich mit. Ein Schritt "Menge später im Büro" ist der Schritt, in dem aus der 1 eine 4 wird. Das Mengenfeld muss in derselben Minute erreichbar sein wie der Ballon.
Der Halt ist kurz
Ein Stillstand dieser Art dauert, bis die Linie wieder anlaufen soll. In diesem Fenster kann er Serie ablesen, Position antippen und Menge setzen. Ein Konto, ein PDF auf dem Netzlaufwerk und ein Anruf über den Einkauf haben in diesem Halt keinen Platz. Was nicht hineinpasst, entsteht am Nachmittag aus der Erinnerung. Die Verkleidung ist dann wieder zu.
Die Anfrage muss abschickbar sein, bevor er zum Büro zurückgeht. Abschickbar heißt Serie, Baugruppe, Position, Teilenummer, Benennung, Menge und eine Adresse für Ihr Angebot. Eine Bemerkung zu Schicht oder Tor darf die Position nicht ersetzen. Steht die Zahl in den Feldern, überlebt sie den Weg. Steht sie nur im Kopf, wird unterwegs daraus "das Teil vom Riemen". Ein Kennwort, das nur der Einkauf kennt, verschiebt die Anfrage dorthin. Der Einkauf steht nicht vor dem offenen Riemen und setzt meist keinen Kreis.
Das PDF im Einkauf hilft ihm jetzt nicht
Im Einkauf liegt oft die Explosionszeichnung als PDF zum Auftrag, mit dem die Maschine kam. Sie ist in der Ablage vollständig und im Halt unerreichbar. Der Monteur kennt den Ordner nicht, der Rechner ist gesperrt, oder der Pfad gilt für den Typ und nicht für die Serie. Bis er die Stelle markiert hätte, ist die Verkleidung zu, weil die Linie wieder laufen soll.
Der Einkauf schickt die Datei später unmarkiert mit. Sie erhalten ein PDF und einen Satz. Das PDF beweist, dass die Zeichnung einmal geliefert wurde, nicht welche Position heute gemeint ist. Ein Plot an der Tür hilft nur bis zur nächsten Änderung. Weicht das freigegebene Blatt der Serie davon ab, muss das Blatt am Telefon gewinnen. Sonst liest er die alte Nummer vor.
Die Anfrage geht vor dem Rückweg raus
Solange er vor der Maschine steht, kann er Ballon und Teil vergleichen. Sobald er geht, wird die Auswahl im Kopf kürzer. Im Büro macht der Einkauf daraus einen ordentlichen Text. Jede Stufe kann die Positionsnummer verlieren. Eine Anfrage, die schon unterwegs ist, bevor er die Halle wechselt, hat diese Stufen nicht mehr zwischen der Zahl und Ihnen.
Das Absenden liegt auf demselben Telefon wie die Zeichnung. Serie, Baugruppe, Position, Teilenummer, Benennung, Menge: das ist die Zeile, die Sie lesen. Die Menge ist seine. Die Teilenummer kommt aus der freigegebenen Stückliste, nicht von einem Etikett am alten Riemen, das dem Vorgänger gehören kann. Gelingt der Griff nicht, weil die Baugruppe nicht frei ist oder die Serie unleserlich bleibt, ist der Anruf der ehrliche Weg. Er soll dann sagen, dass das Blatt gefehlt hat.
Das Angebot schreibt danach der Innendienst
Was er abgeschickt hat, ist keine Bestellung und kein Preis. Partmira nimmt kein Geld, schreibt nichts ins ERP und nennt keinen Bestand. Die Anfrage kommt als E-Mail oder als CSV an. Ihr Innendienst macht das Angebot, mit Ihrem Preis und mit der Lieferzeit, die Lager oder Fertigung hergeben. Auf der Zeichnung stehen die Preise auf Anfrage.
Ob das Teil liegt, gefertigt wird oder eine abgelöste Nummer durch eine andere ersetzt wird, sehen Sie in Akte und Lager. Diese Prüfung gehört nicht als grüne oder rote Aussage auf sein Telefon. Die Zusage geben Sie im Angebot. Er benennt das Teil, solange er davor steht. Sie bepreisen und terminieren es, wenn die Zeile da ist. Der Schreibtisch des Einkaufs ist der richtige Ort für den Preis und der falsche für die Positionsnummer.
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