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Lücken in der Stückliste markieren

Fehlende Stücklistenzeilen und unbekannte Nummern bleiben markiert, bis ein Mensch sie vor der Freigabe schließt.

Autor: 6 Min. Lesezeit

Auf dem Blatt ist Position 14 ein sauberer Ballon mit einer Führungslinie, die am Belag ankommt. In der Stückliste daneben endet die Liste bei Position 13. Darunter steht eine Nummer, die auf dem Blatt vorkommt und im System keine Zeile hat. Derjenige, der die Baugruppe für die Freigabe vorbereitet, sieht die Lücke am späten Nachmittag. Am nächsten Morgen will der Service die Station zeigen. Die Maske wäre schneller fertig, wenn jemand eine Nummer einträgt, die so aussieht wie die anderen, in der Form von 400-3106, nur mit einer anderen Endung. Die Maske wäre dann vollständig. Die Vollständigkeit wäre erfunden.

Eine erfundene Nummer ist kein Übergang. Sie ist eine Teilenummer, die der Kunde für echt hält, weil sie an der Stelle steht, an der sonst echte Nummern stehen. Das Paket, das daraus wird, passt nicht, oder es gibt das Teil gar nicht, und die Rückfrage kommt, während die Maschine steht. Eine sichtbare Lücke kommt früher und bei Ihnen an, nicht beim Kunden.

Eine Lücke ist ein Befund

Eine Lücke heißt: an dieser Stelle tragen Zeichnung und Stückliste nicht dieselbe Aussage. Der Ballon hat keine Zeile. Die Zeile hat keinen Ballon. Die Nummer auf dem Blatt ist im Nummernkreis unbekannt. Die Benennung fehlt, oder es gibt zwei Benennungen für dieselbe Position, je nachdem welches PDF man öffnet. Das sind Befunde aus Ihren Unterlagen. Sie sind keine Fehler des Kunden und keine Störung der Maske.

Markieren heißt, den Befund stehen zu lassen, sodass ihn der sieht, der freigeben soll. Sie ist der Satz, dass hier noch niemand eine belastbare Zeile hat. Solange das sichtbar ist, gibt die Baugruppe nicht vor, jede Position sei bestellbar.

Der Import kann solche Befunde zeigen. Er kann zählen, welche Ballons eine Zeile treffen und welche ins Leere gehen. Er kann eine unbekannte Nummer von einer bekannten unterscheiden, wenn die Liste, gegen die er prüft, stimmt. Er kann die Lücke nicht schließen. Schließen hieße wissen, ob die fehlende Zeile vergessen wurde oder ob das Teil nie einzeln bestellt werden soll. Dieses Wissen steht nicht in der Datei. Es steht bei der Person, die Baugruppe und Stückliste verantworten kann.

Warum die volle Maske schlechter ist

Eine Maske, in der jede Position eine Nummer hat, sieht nach Abschluss aus. Abschluss ist das, was der Termin verlangt und was ein Screenshot dem Vertrieb zeigt. Der Kunde sieht denselben Abschluss, sobald Sie freigeben. Er tippt Position 14 und bekommt eine Nummer, die jemand eingesetzt hat, damit das Feld nicht leer bleibt. Er hat keinen Anlass, misstrauisch zu sein. Die Nummer hat die richtige Form. Die Benennung klingt nach dem Teil. Beides lässt sich in einer halben Minute erfinden und später nicht mehr als Erfindung erkennen.

Die sichtbare Lücke hält die Freigabe auf. Dieses Aufhalten ist der Zweck. Eine Baugruppe mit einer markierten Lücke ist noch kein Bestellweg. Eine Baugruppe mit einer geglätteten Lücke ist ein Bestellweg auf eine falsche Zeile. Der Kunde, der einmal ein Teil bekommen hat, das es so nicht gibt, tippt die nächste Position nicht mehr. Er ruft an, oder er sucht einen Nachbau.

Raten in der Form der vorhandenen Nummern ist besonders überzeugend und deshalb besonders schlecht. Wer die Nachbarnummer um eins erhöht, erzeugt etwas, das ein Lager suchen wird. Das Lager sucht ernsthaft, weil die Anfrage ernsthaft aussieht. Die Zeit bis zur Auskunft "diese Nummer gibt es nicht" ist verloren, und die Maschine steht in dieser Zeit weiter. Eine markierte Lücke hätte dieselbe Auskunft gegeben, bevor die Anfrage entstanden ist.

Wer die Lücke schließt

Geschlossen wird die Lücke von einem Menschen, vor der Freigabe, mit beiden Unterlagen. Zeichnung und Stückliste liegen nebeneinander. Die Person prüft, ob der Ballon eine Zeile braucht. Manche Positionen sind Hinweise, Schraubenbilder, Maße, die niemand einzeln bestellt. Die bleiben ohne Bestellzeile, und das ist dann kein Loch, sondern eine Entscheidung. Die Entscheidung muss erkennbar sein, sonst hält der Nächste das Loch für vergessen und füllt es doch.

Wo eine Zeile fehlt, die es braucht, wird sie nachgetragen aus der Quelle, die Sie ernst nehmen: die gültige Stückliste, die Änderung, der Service, der weiß, welches Teil an dieser Stelle wirklich sitzt. Nachtragen heißt nachsehen, nicht ergänzen, was plausibel klingt. Eine unbekannte Nummer bleibt unbekannt, bis sie jemand identifiziert. Das kann ein Tippfehler sein, neben dem die richtige Nummer schon existiert, oder eine Nummer aus einer anderen Familie. Beides schreibt man auf. Keins davon ist ein Grund, die gedruckte Zahl stehen zu lassen.

Die Person muss nicht die Konstruktion allein sein und nicht der Service allein. Es ist derjenige, der beide Seiten lesen kann und eine Lücke aushält, wenn die Quelle nicht reicht. Reicht die Quelle nicht, bleibt die Markierung, und die Baugruppe wird nicht freigegeben. Der Kunde sieht sie dann nicht. Die Anfrage zu diesem Teil läuft wie bisher, persönlich, aus der Akte. Das ist langsamer für diese eine Stelle und ehrlich für die Stellen auf dem Blatt, die schon tragen. Lücken in anderen Baugruppen sind kein Grund, die fertige zurückzuhalten. Lücken in dieser Baugruppe sind ein Grund, sie nicht als fertig zu zeigen.

Nach der Freigabe neu gefundene Lücken

Auch eine geprüfte Baugruppe kann später eine Lücke zeigen. Jemand bestellt, das Teil passt nicht, und beim Nachsehen fehlt eine Zeile, die beim ersten Durchgang wie eine Schraube ausgesehen hat. Oder eine Nummer, die im System existierte, war die falsche Familie und ist nur durch die Form durchgerutscht. Der Befund ist neu. Die Versuchung ist, die Datei leise zu ersetzen, damit es ab morgen stimmt.

Leise ersetzen heißt: die Position 14 am Vormittag war eine andere Aussage als am Nachmittag, und die Anfrage vom Vormittag weiß das nicht mehr. Die Mail des Kunden trägt eine Teilenummer. Das Blatt, das Sie ihm jetzt zeigen, trägt eine andere, ohne dass Ablösung oder Korrektur als Satz dasteht. Wer die Mail später mit dem Blatt vergleicht, hält eine der beiden Seiten für einen Tippfehler. Dabei waren beide Seiten zu ihrer Zeit das, was die Freigabe gezeigt hat.

Der Weg ist zurücknehmen und neu freigeben. Sie ziehen die Baugruppe aus der Sicht des Kunden, schließen die Lücke in der Unterlage, prüfen wieder, und geben den korrigierten Stand frei. In der Zwischenzeit sieht der Kunde diese Baugruppe nicht. Er sieht nicht einen halb neuen Stand, bei dem eine Position schon geändert ist und die Nachbarposition noch den Fehler trägt. Was er schon angefragt hat, bleibt der Stand seiner Anfrage. Diesen Stand heben Sie auf, damit die Zeile in der Mail noch erklärbar ist. Eine Ablösung ist davon verschieden: die alte Nummer bleibt auffindbar, der Nachfolger steht als Information daneben. Eine reparierte Lücke war nie eine gültige Teilenummer. Beides läuft über Zurücknehmen und neu freigeben, nicht über eine Datei, die am Abend einfach eine andere ist.

Was der Kunde davon sieht

Vor der Freigabe sieht der Kunde die Lücke nicht, weil er die Baugruppe nicht sieht. Sie antworten aus der Akte, wie bisher, und geben frei, wenn die Zeile trägt.

Nach der Freigabe sieht er Positionen, die eine Zeile haben. Er setzt die Menge selbst. Die Anfrage geht als E-Mail oder CSV hinaus, mit Serie, Baugruppe, Position, Teilenummer, Benennung, Menge und dem Hinweis, wenn eine Nummer abgelöst ist. Eine Lücke ist in dieser Zeile nicht vorgesehen, weil eine Lücke keine Anfrage ist. Sie ist ein offener Befund bei Ihnen.

Wer die Lücke in der Maske versteckt, verschiebt den Befund in das Paket. Wer sie markiert, behält ihn am Tisch, an dem Zeichnung und Stückliste liegen. Dort gehört er hin, bis ein Mensch ihn schließt und die Freigabe den Satz sagt, dass diese Baugruppe gezeigt werden darf.

Von Clemens Jonathan Schmid