Betrieb
Für den ersten Testlauf reicht eine Baugruppe
Ein Blatt, eine Stückliste, die Serien, die dazu gehören. Daran sieht man, ob der Weg trägt, bevor die ganze Familie dokumentiert ist.
Der vollständige Katalog ist ein schönes Ziel und ein schlechter Anfang. Vollständig heißt: jede Baugruppe, jeder Stand, jede Serie, jede Lücke geschlossen. Dieses Ziel bewegt sich, weil die Konstruktion sich bewegt. Wer darauf wartet, fängt nicht an. Wer mit allem auf einmal anfängt, gibt Entwürfe frei, weil der Termin drängt, und verbringt das nächste Jahr damit, falsche Positionen einzusammeln.
Eine Baugruppe reicht, um zu sehen, ob Zeichnung und Stückliste eine Anfrage tragen. Nicht irgendeine Baugruppe, sondern eine, nach der wirklich gefragt wird. Die Siegelstation, der Antrieb, die Schulter, an der die Folie läuft. Ein Blatt, das niemand bestellt, prüft nur, ob Sie Blätter hochladen können. Ein Blatt, das jede Woche am Telefon vorkommt, prüft den Weg.
Was der Testlauf zeigen soll
Er zeigt, ob die Positionen auf dem Blatt in der Liste stehen. Er zeigt, ob die Serie das Blatt öffnet und das Nachbargerät ein anderes Blatt bekommt, wenn es eines brauch. Er zeigt, ob ein Mensch die Lücken sieht, bevor ein Kunde sie sieht. Er zeigt, ob die Anfrage als Zeile ankommt, die der Innendienst übernehmen kann, ohne die Beschreibung neu zu erfinden.
Er zeigt nicht, ob die ganze Produktfamilie in vier Wochen fertig ist. Vier Wochen sind ein Zeitraum für eine Baugruppe, für das Setzen der Markierungen, den Abgleich und die Freigabe. Sie sind kein Zeitraum für ein Archiv von zwanzig Jahren. Wer beides verspricht, verspricht das Archiv und liefert die Enttäuschung. Wer die eine Baugruppe verspricht und sie freigibt, hat einen Weg, den man wiederholen kann.
Der Umfang danach steht im Angebot. Welche Baugruppen, welche Serien, was mit den Lücken geschieht, die der Testlauf gefunden hat. Das Angebot kann klein bleiben oder groß werden. Es kann nicht ehrlich sein, wenn der Testlauf übersprungen wurde, denn dann wissen beide Seiten nicht, wie die Unterlagen wirklich aussehen. "Unsere Daten sind chaotisch" ist ein häufiger Satz und meistens richtig. Der Testlauf macht aus dem Satz eine Liste.
Was man dafür schickt
Die Explosionszeichnung, die Stückliste, die Seriennummern, die dieses Blatt sehen sollen. Mehr nicht, für den Anfang. Keine komplette ERP-Historie, keine Fotos aller Linien, kein Versprechen, dass jede Schraube eine Position bekommt. Schrauben, die niemand einzeln bestellt, müssen das Blatt nicht füllen. Das Teil, dessentwegen angerufen wird, muss eine Zahl haben.
Die Daten dürfen unordentlich ankommen. Ein PDF mit zwei Ständen auf einem Blatt, eine Liste, deren Spalten anders heißen als im letzten Projekt, Serien in einer Tabelle, die jemand aus dem Kopf ergänzt hat. Unordentlich ist der Grund für die Prüfung. Ordentlich wird es durch die Freigabe, nicht durch die Hoffnung, die nächste Lieferung der Daten sei schon die richtige.
Danach, und nur danach
Wenn die eine Baugruppe Anfragen trägt, ist die zweite eine Wiederholung mit neuen Lücken, nicht ein neues Konzept. Die Versuchung, nach dem ersten Erfolg das Konzept zu wechseln, ist groß: jetzt doch die Schnittstelle, jetzt doch der Shop, jetzt doch alle Typen parallel. Die Wiederholung ist langweiliger und sie ist der Katalog. Jede Baugruppe, die denselben Weg geht, vergrößert die Fläche, auf der der Kunde nicht mehr anrufen muss.
Lassen Sie die Baugruppen, die den Weg noch nicht gegangen sind, unsichtbar. Ein halber Katalog, der klar sagt, was fehlt, ist brauchbarer als ein voller, der an der dritten Station die Positionen vermischt. Der Kunde versteht eine fehlende Baugruppe. Er versteht eine falsche Position nicht, und er bestellt sie nur einmal bei Ihnen.
Welche Baugruppe man nimmt
Nehmen Sie die, die im Postfach schon einen Namen hat. Nicht die, die auf der Messe gut aussieht, und nicht die, die in der Konstruktion gerade neu ist und noch niemand bestellt. Fragen Sie den Innendienst, welches Blatt er in der Woche zweimal sucht. Das ist die Baugruppe. Wenn er drei nennt, nehmen Sie eine. Die anderen beiden warten, bis der Weg für die erste sitzt. Parallel drei Blätter zu prüfen heißt, drei Arten von Lücken gleichzeitig zu erklären, und am Ende weiß niemand, welcher Fehler am Weg lag und welcher an der Unterlage.
Die Baugruppe braucht eine aktuelle Explosionszeichnung, nicht den Scan von 2009, es sei denn, dieser Scan ist das, was die Maschine draußen wirklich hat. Für alte Serien ist der alte Stand die Wahrheit. Für die Serie, die Sie jetzt bauen, ist es der Stand, den die Konstruktion heute ausgibt. Mischen Sie beides nicht auf einem Blatt, um "vollständig" zu wirken. Zwei Stände sind zwei Blätter, und die Serie entscheidet, welches sich öffnet.
Dazu die Stückliste in dem Stand, den das Blatt zeigt. Spalten dürfen ungewöhnlich heißen. Sie müssen Position, Teilenummer, Benennung und Menge hergeben, auch wenn die Menge in der Liste nicht die Bestellmenge wird. Und eine Liste der Serien, die dieses Blatt sehen sollen. Die Liste kann kurz sein. Ein Gerät für den ersten Versuch ist erlaubt, wenn an diesem Gerät wirklich bestellt wird. Ein Gerät, das in der Halle steht und nie ein Teil braucht, prüft nur den Upload.
Was in den vier Wochen passiert
Die Markierungen kommen auf die Positionen, die bestellbar sein sollen. Die Liste wird dagegengelegt. Was keine Zeile hat, wird als Lücke markiert und nicht mit einer erfundenen Nummer gefüllt. Was eine Zeile hat und auf dem Blatt keinen Ort, bleibt unsichtbar, bis jemand den Ort setzt oder entscheidet, dass dieses Teil nicht einzeln bestellt wird. Dann die Freigabe, durch eine Person, die beide Unterlagen verantworten kann. Vor der Freigabe sieht der Kunde nichts. Nach der Freigabe sieht er diese Baugruppe und sonst nichts von der Maschine, was Sie ihm nicht ausdrücklich auch gegeben haben.
Der Kunde, den Sie für den Versuch bitten, sollte die Maschine kennen und ein Teil brauchen, nicht einen Gefallen tun. Er öffnet über die Serie, tippt die Position, schickt die Anfrage. Bei Ihnen kommt eine Zeile an, als Mail oder als Datei. Der Innendienst sagt, ob er daraus ein Angebot machen kann, ohne zurückzurufen und die Beschreibung neu zu hören. Kann er es, trägt die Baugruppe. Kann er es nicht, ist der Befund eine Liste: falsche Serie, fehlende Position, Menge aus der Stückliste statt vom Kunden, ein Nachfolger, den das Blatt verschluckt hat. Diese Liste ist das Ergebnis. Ein Lob, dass "das Portal steht", ist keins.
Was der Versuch nicht entscheidet
Er entscheidet nicht über einen Shop, nicht über eine ERP-Schnittstelle, nicht über die Betriebsanleitung, nicht über den Rest der Produktfamilie. Er entscheidet, ob dieser eine Weg für dieses eine Blatt eine Zeile erzeugt, die stimmt. Alles Weitere ist eine Wiederholung oder ein anderes Projekt. Beides darf folgen. Beides muss nicht im selben Atemzug versprochen werden.
Steht der Umfang im Angebot, dann steht dort die Baugruppe, nicht "der Katalog". Weitere Baugruppen sind weitere Zeilen im Angebot, jede mit ihrer Zeichnung, ihrer Liste und ihren Serien. So bleibt sichtbar, was freigegeben ist und was noch Beschreibung am Telefon ist. Der Kunde kann mit dieser Ehrlichkeit leben. Mit einer Position, die auf das falsche Teil zeigt, kann er es einmal.
Von Clemens Jonathan Schmid
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